Dornstadt. Dieses Thema wurde im April 2017 im Kurs 68 der Altenpflegeschule Dornstadt - im Rahmen eines Projektes „ DEMENZ, was ist wenn….“ - eine Woche lang in unterschiedlichen Bereichen erarbeitet und vermittelt.
Dazu gehörten Themen wie  „Grundlagen der Demenz“;  „Welche geistigen und persönlichen Veränderungen können auftreten?“; „Wie gehe ich mit den Verhaltensänderungen um?“;  „Warum entstehen Aggressionen bei Menschen mit Demenz? Wie gehe ich damit um?“
Validation und  Interaktionen bei der personenzentrierten Pflege hatten einen wichtigen Stellenwert. Eine aktivierende Maßnahme in Spannungssituationen konnten die Schüler mit der Mundharmonika erproben und praktisch erfahren. Musik ist der „Königsweg“ zu Menschen mit Demenz.
Bei dem Thema „Aktivierung für Menschen mit Demenz“ wurden die richtige verbale und nonverbale Kommunikation, richtiges Handeln und angepasste Aktivierung vermittelt.
Zahlreiche Aktivierungskonzepte wie Musik, Singen, Bewegung, Gartentherapie, tiergestützte Therapie, hauswirtschaftliche Angebote und Tätigkeiten, kochen und backen sowie basale Stimulation wurden mit Ihren Zielsetzungen vorgestellt.
Das Konzept der 10 Minuten-Aktivierung von Ute Schmidt-Hackenberg mit dem Grundgedanken:
 „Mit einfachen, bekannten Gegenständen werden  „Schlüsselreize“ gesetzt. Dadurch können die in frühester Jugend gesammelten Eindrücke und die im Erwachsenenalter gewonnenen Erfahrungen reaktiviert  werden.“ Dies wurde als Grundhaltung vermittelt und praktisch erprobt.
Praktische Erfahrungen dieses Konzeptes konnten die Schüler in Kleingruppen mit Bewohnern des Geriatriums in Dornstadt machen.  Angepasster Umgang eröffnete rege Kommunikation. Dabei wurde den Schülern deutlich, wie wichtig die Biografie ist und wie einfach es ist, mit bekannten Erinnerungsgegenständen Türen zu öffnen.
Bei einem Rundgang im Geriatrium konnten die Schüler noch wichtige Dinge in der Milieugestaltung kennenlernen. Die Alte Stube, die Märchenstube, der Garten und Rückzugsnischen wie früher bieten dem Menschen mit Demenz Sicherheit und Anregungen im Heimalltag.  Dabei wurde die Milieugestaltung des Bewohnerzimmers als ein „bisschen Heimat im Pflegeheim“ definiert. Dies soll mit den Angehörigen oder Betreuern zusammen gestaltet werden, ein Standard sein und bleiben.
Ein betroffener Angehöriger erzählte von seinen Erfahrungen mit seinem dementen Schwiegervater. Durch eine Präsentation seiner derzeitigen ehrenamtlichen Betreuungstätigkeit in einem Pflegeheim wurde den Schülern die Wichtigkeit der Abwechslung und Beschäftigung ganz deutlich.
Am letzten Tag wurde reflektiert und führte zu diesem Fazit:
Demenz, was ist wenn ….   „Wir haben viel gelernt, nehmen es jetzt mit in die Praxis, wo uns viele alte Menschen die Möglichkeit bieten, diese Inhalte umzusetzen!“

Ruth Wetzel

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