Lorch.  Am 25. September wurden den Absolventinnen und Absolventen des Diakonischen Instituts für Soziale Berufe Kloster Lorch im feierlichen Rahmen mit musikalischer Untermalung durch „Bells and Whistles“, C/ o Biggi Binder und Rüdiger Zaiser die Abschlusszeugnisse in der Altenpflege überreicht.

Endlich geschafft haben es in vollem Umfang 12 der 14 Teilnehmenden aus Kurs 11 im Altenpflegelehrgang. Eine Auszubildende befindet sich in der Teilzeitausbildung. Sie hat mit sehr guten Leistungen ihre theoretischen Prüfungen im schriftlichen und mündlichen Teil bestanden. Der fachpraktische Teil wird bei ihr dann im April 2020 stattfinden. Eine Absolventin hat den fachpraktischen und den schriftlichen Teil der Prüfung bestanden. Sie wird den mündlichen Prüfungsteil im Dezember 2019 wiederholen. Diejenigen, die es endlich geschafft hatten, waren richtig froh die hohen Anforderungen der Abschlussprüfungen bewältigt zu haben. Oft wir es unterschätzt, was Altenpfleger*innen zu erbringen haben. Der Beruf fordert jedoch eine hohe Verantwortungsübernahme für schwerst pflegebedürftige Menschen. Hierzu sind fachliche Kompetenzen, aber auch soziale, ethisch-reflexive und persönliche Kompetenzen erforderlich. Schließlich geht es nicht nur darum, Viel Wissen aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich oder dem rechtlichen, ethisch-beruflichen Bereich abrufen, sondern vielmehr, dieses in den entsprechenden Situationen anwenden zu können. Die Prüfungen in der Schule werden deshalb am Diakonischen Institut für Soziale Berufe allesamt anhand von Fallsituationen gestellt. Die fachpraktische Prüfung direkt vor Ort in den Pflegeheimen oder in der ambulanten Pflege findet ohnehin direkt beim Klienten statt. Da Pflegekräfte in der Langzeitpflege oftmals keinen Arzt direkt in der Nähe haben, ist eine gute Einschätzungsfähigkeit hinsichtlich gesundheitlicher Gefahren notwendig, um die richtige Entscheidung vor Ort treffen zu können. Deshalb können alle 14 Auszubildende sehr stolz sein, auf das, was sie bislang geschafft haben. Die eigentlichen Prüfungen beginnen sicher mit dem Beginn als examinierte/ -r Altenpfleger*in.
Im feierlichen Rahmen im Refektorium Kloster Lorch wurden den Absolventinnen die Prüfungszeugnisse überreicht. Für den musikalischen Rahmen sorgte „Bells and Whistles“, C/ o Biggi Binder und Rüdiger Zaiser. Mit stimmungsvollen Songs, begleitet durch Flügel und Flöte oder Gitarre sorgten die beiden auf sehr gelungene Art und Weise für eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung des Ganzen.
Traditionell wird von der Altenpflegeschule in Lorch ein kleiner Preis für die beste Gesamtleistung überreicht. In diesem Jahr durften zwei Auszubildende damit ausgezeichnet werden: Daniela Engel und Claudia Pfizenmayer. Frau Engel absolvierte ihre praktische Ausbildung bei der Ev. Heimstiftung, im Stiftungshof im Haubenwasen Pfahlbronn/ Alfdorf. Frau Pfizenmayer war in der Kranken- und Seniorenpflege (KSP) in Schorndorf. Beide konnten mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 1,6 den kleinen Preis entgegennehmen.
Bereits Anfang September schlossen die Auszubildenden in der Altenpflegehilfe ihre Prüfungen erfolgreich ab. Alle Prüflinge der Altenpflegehilfe haben auf Anhieb ihre Prüfung bestanden. Die meisten bleiben im Kurs und absolvieren weiter die Altenpflegeausbildung. Zwei der Auszubildenden verlassen die Schule. 

Ab 1. Oktober 2019 startet der letzte Kurs in der Altenpflege mit 24 Auszubildenden in der Altenpflege und 5 Auszubildenden in der Altenpflegehilfeausbildung. In diesem Jahr kann der Kurs noch beide Ausbildungszweige integrieren.
Im neuen Jahr 2020 stehen dann viele Veränderungen an, von dem die meisten noch wenig bis nichts wissen. Ab 1. Januar 2020 gibt es das neue Pflegeberufegesetz. Die Pflegeausbildung wird zukünftig breiter aufgestellt und kompetenzorientiert ausgerichtet sein. Alle Auszubildenden werden zukünftig in den verschiedenen Settings der Pflege eingesetzt werden: in der stationären Langzeitpflege, in der ambulanten Pflege, im Akutkrankenhaus, in der pädiatrischen und der psychiatrischen Versorgung. Die Auszubildenden selbst können sich weiterhin ihre Vertiefung aus einer der Bereiche wählen. Auszubildende, die sich für die stationäre Langzeitpflege und/ oder die ambulante Pflege entscheiden hätten die Möglichkeit, nach zwei Jahren sich im dritten Ausbildungsjahr in der Altenpflege zu spezialisieren. Dann hätten sie eine bundesweite Anerkennung ihres Berufsabschlusses. Dies wäre auch im Bereich der Pädiatrie möglich mit dem Abschluss als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in. Bleibt man im dritten Ausbildungsjahr jedoch in der gemeinsamen, in der so genannten generalistischen Ausbildung, so schließt man nach drei Jahren als Pflegefachmann/ -frau ab und hat einen EU-weit anerkannten Berufsabschluss. Zudem regelt das neue Pflegeberufegesetz, dass Pflege parallel zur Ausbildung grundständig studiert werden kann.

Die Berufsfachschule für Altenpflege/ Altenpflegehilfe im Kloster Lorch wird ab 01. Januar umbenannt in Pflegeschule Kloster Lorch und Berufsfachschule für Altenpflegehilfe Kloster Lorch. Die Pflegeschule im Kloster Lorch bietet ab 1. Oktober 2020 die neue Pflegeausbildung an. Zudem startet – bei entsprechender Nachfrage – ein Altenpflegehilfekurs ab 1. September 2020 beim Diakonischen Institut für Soziale Berufe im Kloster Lorch.

Wer Interesse hat, kann sich gerne informieren bzw. sich bewerben:

Diakonisches Institut für Soziale Berufe Kloster Lorch
Kloster Lorch
73547 Lorch
Tel: 07172/ 189909-0
Aps-lorch@diakonisches-institut.de

Kurs 11 Absolventen AP
Die Absolvent/innen (Kurs 11) der Altenpflegeschule Lorch 2019
 
Foto 2 Kurs 13 APH und AP

Kurs 13 mit den Absolvent/innen der Altenpflegehilfe